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 XL600.de / Treffen & Tour
        Ligurien 08.09-16.09.2017

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Montag, 18.Sep 2017, 22:24

d.froehlich Benutzer ist offline

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Ligurien 2017 - Anreise - 08.09.2017
Während des XL-Treffens Süd 2016 beim mexxl entstand die Idee, dass wir im darauffolgenden Jahr eine gemeinsame Tour nach Ligurien unternehmen wollen um dort die einschlägigen Schotter- und Endurostrecken abzufahren. Da ich in 2014 schon einmal dort war, konnte ich dem mexxl und dem Martin den Mund schon aus eigener Erfahrung wässerig machen, so dass es nicht viel Überredung brauchte, die beiden dafür zu gewinnen. Auch der Ralf war dann schnell Feuer und Flamme, so dass wir uns nach einigen Vorplanungen und einem gemeinsamen Vorabtreffen im Herbst 2016 beim Ralf, für die 2. Septemberwoche als Reisezeitpunkt entschieden haben. Dann sind die Ferienzeiten der Italiener und Franzosen um und man begegnet nicht mehr allzu vielen Wanderern auf den Strecken, aber die Pässe sind alle offen, dass Wetter ist meist noch recht gut und es besteht noch kein Schneerisiko.

Gegen Ende des Jahres hatten wir uns dann auch auf eine Unterkunft in der Nähe von Cuneo geeinigt und diese gebucht. Ab da gingen die Planungen dann richtig los. Es wurden Listen gemacht über all die Ersatzteile und Werkzeuge die mitgenommen werden sollten, was unterwegs alles so gebraucht werden könnte und welche Strecken gefahren werden sollten. Irgendwann war das dann auch alles abgeschlossen und das lange Warten auf den Starttermin begann. Während des XL-Treffens Süd in 2017 beim René erfuhr der Swen von unseren Plänen und meldete noch Interesse an mitzumachen, wenn es die Unterkunft hergeben würde und wir anderen damit einverstanden wären. Nach kleineren Diskussionen gab es "grünes Licht" auch für den Swen und wir waren somit zu fünft für dieses kleine Abenteuer.



Die Anreise sollte dann mit einem 4er Hänger und Jürgens Combo sowie mit dem Bus vom Swen erfolgen, in dem wir sogar ein 6. Motorrad mitnehmen konnten, für den Fall, dass eine unserer alten Damen schlapp machen sollte.Der Abreisetermin wurde für den 08.09.2017 terminiert. Wir trafen uns alle beim Ralf, Jürgen brachte den Hänger mit und die 4 Moppeds wurden aufgeladen. Swen hatte seine XL und Sarahs XR schon im Bus. Gegen 22:00 Uhr ging es dann los. Swen und Ich im Bus und Jürgen, Ralf und Martin im Combo, so machten uns auf den ca. 830km langen Weg über Ulm, Memmingen, Lindau, Bregenz, Mailand und Turin Richtung Cuneo, wo wir dann gegen 08:30 nach relativ ereignisloser Nachtfahrt ankamen.

Leider hat niemand daran gedacht von der Abreise Bilder zu machen so dass hier nur zwei kleine Schnappschüse von einer nächtlichen Tankstelle bei Lindau angehängt werden.



Hier soll jetzt in unregelmäßigen Abständen unsere Tour schriftlich und bebildert dokumentiert werden. Dieser Text ist von meinen Mitfahrern noch völlig unlektoriert und kann ggfls. noch Änderungen erfahren, wenn dies gewünscht wird. Dazu meine Bitte an die anderen Mitfahrer, mir ihre Kommentare und Wünsche per PN zu senden, damit ich diese noch einarbeiten kann.


Dieter
XL 600RM '87 / NX 650 Dominator '91
Sonntag, 17.Dez 2017, 13:29

d.froehlich Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 949
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Ligurien 2017 - Tag 1 - 09.09.2017 - Ankunft
Die Aktivitäten unseres 1. Tages in Ligurien sind schnell erzählt.
Eigentlich hatten wir ja vor, schnell die Moppeds abzuladen und dann, noch vor dem Bezug des Hauses, die erste kleine Tour zu starten. Aber da alle nach der langen Anfahrt und einem vorausgegangenen Arbeitstag oder der Anreise zum Treffpunkt ziemlich müde waren, immerhin hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon eine 24h Schicht hinter uns, haben wir das erst einmal verschoben.



Stattdessen ging es vom Parkplatz direkt runter ins Dorf, zu einem kleinen Straßencafe mit „Außengastronie“ im Zelt.



Dort wurden dann die ersten 1-2 Kaffee und einige Croissants vernichtet um die Lebensgeister zu wecken, was aber nicht wirklich funktioniert hat. Wir schleppten uns also wieder die Anhöhe zum Haus hinauf um mit unseren Vermietern den Bezug des Hauses zu klären.



Da die Vormieter noch mit der Abreise beschäftigt waren und das Haus noch endgereinigt werden musste, war ein Bezug vor 13:00 Uhr nicht möglich. Zumindest konnten wir aber unser Gepäck und die Moppeds schon mal abladen und alles in einem kleinen Abstellraum im Keller und die Moppeds im eigenen Garten abstellen.

Danach ging es dann mit dem Auto nach Cuneo zum 1. Großeinkauf. Schließlich hatten wir kaum Lebensmittel von zuhause mitgebracht und das Wochenende stand schon vor der Tür. Den 1. Einkausfstopp legten wir dann im OK Market direkt am Ortseingang ein. Das war ein kleiner Laden und hatte nicht alles was wir benötigten. Insbesondere Fleisch zum Grillen war dort kaum zu bekommen, also ging es dann noch weiter in Richtung Ortsmitte. Dort fanden wir dann einen großes Einkaufszentrum, das „Borgo Mercato Centro Commerciale“. Nach langen Rumgerenne und Suchen nach Ananasdosen, die wir dann schließlich, nach 3-maligem Absuchen des ganzen Supermarktes, direkt neben der Nutella fanden, hatten wir dann endlich alles für die ersten 3 Tage zusammen und waren dann auch kaum 3 Stunden später wieder am Haus. Mit frischem Gemüse oder Obst hatten es die Italiener auch nicht so, aber wer braucht bei so einem Männertrip schon Vitamine.

Am Haus lag die Endreinigung in den letzten Zügen, da sich unsere Vermieter ziemlich ins Zeug gelegt haben um uns einen schnellstmöglichen Einzug zu ermöglichen. Überhaupt konnten wir uns über unsere Vermieter die ganze Woche echt nicht beklagen. Alles war vorhanden und was nicht sofort da war, wurde auf Anfrage besorgt und sie standen jederzeit mit Informationen zur Verfügung. Absolut motorradfahrerfreundlich und aufgeschlossen. James, gebürtiger Franzose, in England aufgewachsen und jetzt mit seiner italienischen Frau Alessandra verheiratet und dort als Forstaufseher tätig, konnte uns auch direkt die notwendigen Informationen über eine Umgehung auf der LGKS mitteilen. Aufgrund eines Hangabrutsches im Nordteil gab es dort eine komplette Streckensperrung, so dass die LGKS nicht vollständig von Nord nach Süd oder umgekehrt befahrbar war. Dazu aber mehr im nächsten Teil.

Nach Aufteilung der Zimmer, Swen kam die Einzelzelle, Jürgen und Dieter aufgrund früherer gemeinsamer Erfahrungen das Ehebett, Ralf und Martin mussten ins Kinderzimmer, und einräumen unsere Klamotten, waren alle ziemlich müde und wir verstauten nur noch unsere Lebensmittel und hingen auf der Couch ab, zumal es gegen Nachmittag dann auch noch anfing zu regnen und den letzten Funken Energie, hinsichtlich einer kleinen Moppedtour am 1. Tag, im Keim erstickte. Jürgen und Ralf erkundeten dann den „High-Tech-Grill“ der sich als recht klapperig herausstellte und machten sich daran, unter dem Balkon vor dem Kellerabstellraum, dem Grill Leben einzuhauchen. Zwei große Schalen selbstgemachten Curry-Reis ergänzten dann unsere Abendmahlzeit.



Den Rest des Abends wurden dann Pläne für die nächsten Tage geschmiedet und diverse alkoholische Flüssigkeiten vernichtet, die auf wundersame Weise den Weg ins Auto und auch in unseren Einkaufswagen gefunden hatten. Und irgendwann hatte dann auch der Kamin ein einsehen mit uns und brannte endlich so, wie wir uns das vorgestellt hatten, so dass auch die kleine Rauchvergiftung die wir uns nach den ersten Anheizversuchen zugezogen hatten, ohne notärztliche Versorgung überwunden werden konnte.




Dieter
XL 600RM '87 / NX 650 Dominator '91
Sonntag, 17.Dez 2017, 17:20

mexxl Benutzer ist offline

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Hallo Dieter,

das ist sehr schön!

Ich würde mir wünschen, das wäre jetzt so wie ein Weihnachtskalender
jeden Tag eine kleine Geschichte mit Bildern bis Weihnachten


Gruß

Jürgen

Wer verbuxelte Wechstaben oder Fehler findet darf sie behalten !

Und jeder der Deutsch kann hat noch immer verstanden was ich meinte.

2x XL600R, BMW R1100R, Kreidler125DD, Gorilla, MB W201 190E2.0, MX5
Sonntag, 17.Dez 2017, 17:24

d.froehlich Benutzer ist offline

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Ligurien 2017 - Tag 2 - 10.09.2017 - LGKS Nord
Der Blick aus dem Fenster am nächsten Morgen verhieß nichts Gutes. Eigentlich wollten wir nach dem Frühstück los und rauf zum „Tunnel du Parpaillon“ im Nord-Westen unserer Ausgangsbasis.
Aufgrund der aktuellen Wetterlage mit viel Regen und auch Wind ließen wir es erst einmal ruhig angehen und Jürgen machte sich auf dem Weg zum örtlichen Bäcker, welcher eine Bäckerin war, um dort die notwendigen Cerealien für ein gesundes Sonntagmorgen Frühstück zu erstehen.

Leider besserte sich die Aussicht und auch das Wetterradar für unseren Plan nicht, so dass wir Kriegsrat hielten und eine Planänderung beschlossen. Die Wetterlage Richtung Süden versprach in den nächsten Stunden deutlich besser als im Norden zu werden, also einigten wir uns darauf, in die Regenklamotten zu springen und durch den Tende-Tunnel in Richtung Ventimiglia zu fahren und dort auf besseres Wetter zu hoffen. Das sollte sich im Nachhinein als absolut Richtige Entscheidung herausstellen, denn kaum hatten wir den Tende-Tunnel hinter uns gelassen klarte sich der Himmel auf, die Sonne kam raus und die Temperaturen stiegen sprunghaft um mind. 10 Grad C. Kaum zu glauben, was so eine Gebirgskette in Sachen Wetterlage ausmacht.

In Tende machten wir dann den 1. Tankstopp unserer Tour und schälten uns dort auch gleich aus den Regenklamotten heraus. Angesichts der jetzt deutlich günstigeren Prognosen gab es eine erneute Planänderung und es sollte dann heute der Südteil der LGKS in Angriff genommen. In La Brigue ging es dann von der D43 ab und der Aufstieg zur „Baisse de Sanson“ über den „Col de Linaire“ begann. Dieser Aufstieg ist eine ziemlich breite, geschotterte Fahrbahn die als erster Einstieg in das Geländefahren und die kommenden Touren gerade richtig war. Ralf hatte noch garkeine Geländeerfahrung, Swen und ich waren bereits einmal in Ligurien, Martin hatte schon einige Offroad-Touren hinter sich, zuletzt Rumänien mit viel Schlamm und Matsch, und Jürgen ist ja eh „vor nix fies“ wie man im Norden so sagt und hat ja schon einiges mit seinen XL‘s erlebt. Also den 1. Gang rein und „ab dafür“ und ohne Hetze den Anstieg erklommen.

An der „Baisse de Sanson“ angekommen trafen wir einen KTM-Dickschiff-Fahrer der bereits den Südteil der LGKS alleine hinter sich gebracht hatte und jetzt den Nordteil noch in Angriff nehmen wollte. Wir beratschlagten kurz wie es jetzt für uns weiter gehen sollte, jetzt den Südteil oder doch schon den Nordteil der LGKS fahren? Da der Nordteil seit 2016 jeweils Montags und Dienstags für Motorfahrzeuge geschlossen ist, haben wir uns dann umentschieden und direkt am heutigen Sonntag den Nordteil unter die Räder genommen. Wer weiß wie die Wetterlage am kommenden Mittwoch oder Donnerstag gewesen wäre. Unter Umständen hätte es dann gar nicht mehr gepasst und ohne den Nordteil der LGKS wieder abreisen zu müssen wollten wir auf keinen Fall. Also den Blinker links gesetzt und den Nordteil unter die Räder genommen.

Baisse de Sanson:





Im Vorfeld der Tour hatte ich schon gelesen, dass der Nordteil aufgrund eines Hangabrutsches stark beschädigt ist und wegen der erforderlichen Baumaßnahmen im Bereich vom „Colle Campanino“ komplett gesperrt ist. Für Motorräder wurde aber eigens eine Umleitung und Umgehung der Baustelle eingerichtet. Von James, unserem Vermieter erfuhren wir dann auch noch, dass diese Umleitung nicht einfach, aber für unsere „leichten“ Moppeds wohl gut machbar ist. Dickschiffe hätten es da wohl schwerer. 4-rädrige Fahrzeuge konnten die LGKS aber garnicht komplett befahren und müssten an dieser Stelle umkehren, was sich für uns als echter Glücksfall herausstellte, da wir auf der ganzen Strecke dadurch sehr wenig Verkehr hatten. Die 4-räderigen haben den Nordteil ziemlich gemieden.


Dieter
XL 600RM '87 / NX 650 Dominator '91
Sonntag, 17.Dez 2017, 17:26

d.froehlich Benutzer ist offline

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Ligurien 2017 - Tag 2 - 10.09.2017 - LGKS Nord
Und weiter geht's...

Von der „Bassa di Sanson“ ging es dann zum „Pas de Colle Ardente“ und von dort weiter zum „Passo del Tanarello“. Der Anstieg zum Passo Tanarello hatte es ziemlich in sich, da dieser sehr grob und steinig verläuft und das Mopped immer wieder mal ins taumeln gerät, wenn man nicht höllisch aufpasst. Die fehlende Absicherung an den Fahrbahnkanten hin zum Hang tut dann noch ihr übriges um den Adrenalinspiegel ansteigen zu lassen. Außer einigen Komplikationen mit Jürgens Gepäckbefestigung kamen wir aber ganz gut und ohne Probleme oben an. Dort trafen wir dann auch auf eines der wenigen 4-rädrigen Fahrzeuge. Eigentlich schon bewundernswert wenn die Leute in ihren PKW und Jeep diese Strecke unter die Räder nehmen, die an einigen Stellen kaum breiter ist als das Fahrzeug selbst. Fahrer und Beifahrerin dieses speziellen Wagens wussten aber wohl nicht, dass der weitere Verlauf der Strecke für sie nicht zum Fort Central führen sollte, da die Streckensperrung dazwischen lag. Irgendwann kamen sie uns auch wieder entgegen, wobei die Dame des Hauses keinen sonderlich glücklichen Eindruck machte.

Passo Saccarello


Nach einem kurzen Aufenthalt am „Passo Tanarello“ starteten wir den Anstieg zum „Il Redentore“ mit dem Erlöserdenkmal und von dort noch weiter zum "Monte Saccarello" mit 2201m dem höchsten Berg Liguriens und seinen Schützenunterständen aus alten Kriegstagen.

Il Redentore + Monte Saccarello:














Von dort ging es dann weiter Richtung Norden zum „Colle dei Signori“ mit dem "Rifugio Don Barbera" der, soweit ich weiß, einzigen bewirtschafteten Unterkunft auf der gesamten LGKS. Auf dem Weg dorthin gelangten wir dann an die südliche Zahlstelle der LGKS, an der die seit 2016 obligatorischen 10€ für Motorräder fällig wurden, die die LGKS auf ihrem Nordteil befahren wollen. Man mag darüber jammern, dass hier Geld kassiert wird, aber ich bin jederzeit gerne bereit, 10€ zu bezahlen um diese tolle Strecke in den Ligurischen Bergen legal befahren zu dürfen. Wenn ich bedenke, dass 1x Achterbahn auf der Kirmes beinahe genauso teuer ist, dann waren die 10€ wirklich gut angelegtes Geld.

Rifugio Don Barbera:





Mautstelle-Süd:







Dieter
XL 600RM '87 / NX 650 Dominator '91
Sonntag, 17.Dez 2017, 17:30

d.froehlich Benutzer ist offline

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Ligurien 2017 - Tag 2 - 10.09.2017 - LGKS Nord
Und weiter geht's...

Kurz vor der Zahlstelle ereilte mich dann auch noch der Pannenteufel, der sich mit einem leicht klimpernden Geräusch am Vorderrad bemerkbar machte. Habe mir zuerst nichts dabei gedacht und bin erst einmal normal, aber etwas langsamer als vorher, weiter gefahren, so dass die anderen langsam aber sicher außer Sichtweite gerieten. Dann wurde es mir aber doch etwas unwohl und ich musste anhalten um dem ganzen auf den Grund zu gehen. Das was sich dann zeigte lies mich doch etwas nachdenklich werden. Das Blech zum fixieren der Haltestifte der vorderen Bremsbeläge hatte sich gelöst und ist an die Speichen geraten, was das klimpernde Geräusch verursacht hat. Die Haltestifte der Bremsbeläge hatten sich mittlerweile auch schon halb aus der Führung geschoben und waren kurz davor den Absprung vom Mopped zu wagen. Zum Glück konnte ich sie vorher noch einfangen. Nicht auszudenken wenn die sich verabschiedet hätten. Wir hatten ja einige an Ersatzteilen dabei aber an sowas denkt doch keiner. Da hätte die Tour für mich recht schnell erst einmal beendet sein können. Nachdem die anderen umgedreht hatten und zurück kamen konnte mit vereinten Kräften das verbogene Halteblech wieder gerichtet, die Stifte wieder eingeschoben und mit dem Blech ordentlich fixiert werden. Puh...Nochmal Glück gehabt.

Motorradpanne:



Nach der Zahlstelle stand die nächste „kleine“ Attraktion auf dem Fahrplan, die berühmte „Boaire-Kurve“ am „Col de la Boaire“ mit ihrem grandiosen Panorama, vor dem wohl alle Moppeds, die jemals dort oben waren, auch schon fotografiert worden sind. Unsere natürlich auch.

Col de Boaire:










Danach ging es an die bereits mit Spannung erwartete Umgehung vom „Colle Campanino“, die sich als steiler Anstieg auf relativ matschigem, steppenartigem Untergrund erwies, da es die Tage vor unserer Ankunft auch hier ziemlich geregnet hatte. Die weitere Strecke war sehr schmal und verlief direkt am Hang ohne jegliche Absicherung und war in ersteer Line wohl auch für Wanderer vorgesehen. Wenn ich mir die Videos im Nachhinein so ansehe, wird mir dabei doch etwas mulmig, während der Tour hat man sich aber kaum Gedanken darüber gemacht. Am Ende kam dann noch eine sehr steile S-Kurve die komplett vermatscht war und die keiner von uns in einem Anlauf ohne Absetzten fahren konnte. Den Jürgen hat dann noch der Ehrgeiz gepackt und er wollte die Kurve ein zweites mal in Angriff nehmen und sie dann besser zu fahren, aber auch im 2. Anlauf war kein Durchkommen ohne abzusetzen. Hier zeigte sich dann auch die schwäche unserer Endurobereifung. Egal ob TKC 80 oder K60 Scout, im Matsch und weichem Untergrund sind die alle nicht zu gebrauchen. Auf trockenen und steinigen Untergrund vollkommen ausreichend, aber im Matsch keinerlei Seitenführung, so dass zielsicheres fahren eigentlich kaum möglich ist. Man schwimmt so dahin und versucht mit den Füßen das Gleichgewicht zu halten. Allein der Ralf hatte mit seinen Mitas etwas bessere Karten.

Umgehung Colle Campanino:







Dieter
XL 600RM '87 / NX 650 Dominator '91
Sonntag, 17.Dez 2017, 18:24

d.froehlich Benutzer ist offline

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Ligurien 2017 - Tag 2 - 10.09.2017 - LGKS Nord
Abfahrt zum 2. Versuch:


Jürgen startet zum 2. Versuch:


Wie schwer sich größere Dickschiffe an dieser Stelle getan haben, kann man übrigens in diesem Video, so ab 23:30 sehen. Da war die Strecke komplett trocken und die Fahrtrichtung von oben nach unten. Die beiden Protagonisten in dem Film haben wir übriges während unseres Trips zur Maira Stura + Maira Vareita persönlich getroffen und ein kleines Schwätzchen gehalten.


Dieter
XL 600RM '87 / NX 650 Dominator '91
Sonntag, 17.Dez 2017, 18:28

d.froehlich Benutzer ist offline

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Ligurien 2017 - Tag 2 - 10.09.2017 - LGKS Nord
Und weiter geht's...

Kurz nach dem Gipfel der Umgehung begann der Abstieg der Umgehung in Richtung Fort Tabourde und dann weiter zum Fort Central.
An einer der nächsten kleinen 180 Grad kehren wurde ich dann so langsam, dass die Schwerkraft ihren Tribut forderte und ich in der Kehre eine kleine Bodenprobe der Ligurischen Alpen einsammeln musste. Außer kleiner Kratzer am Ego ist aber nichts geschehen und es konnte sofort weitergehen.

Fort Tabourde:



Zum Schluss stand dann noch das Fort Central auf dem Fahrplan, dass auch den Einstieg in die LGKS vom Norden her bestimmt. Die alten Ruinen des Fort sind schon recht beeindruckend und können frei besichtigt werden.

Fort Central:














Die Rückfahrt zum Haus verlief dann weitestgehend unspektakulär über die bereits auf der Hinfahrt kennengelernte E74 durch Limone, Vernante, Robilante und Borgo San Dalmazzo, bis hin zu unserem Ferienhaus. Am Ende standen dann ca. 160km Strecke auf der Uhr davon ca. 70km als geschotterte Bergpisten.

Das Abendprogramm bestand dann aus Grillen, Kochen, Bier, Rotwein und Selbstbeweihräucherung über unsere Heldentaten…






Dieter
XL 600RM '87 / NX 650 Dominator '91
Heute, 06:09

Kornel Benutzer ist offline

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Bergsteiger
Mein Kompliment !
Tolle Berichte und Bilder, es hat mir großen Spaß gemach die Tour nach zu vollziehen!
Da freut man sich doch wieder darauf selber eine Reise zu machen.
Also, Respekt und weiter so!


Gruß Kornel Rolf
und seine Wanderbaustelle.


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