Da bin ich wieder
Bei mir gab es also folgende Fakten:
Für eine Renovierung des Federbeines kann ich nur eines von der ND03 nehmen.
Das wäre danach immer noch oll mit 40 Jahre alter Technik.
Die Feder ist viel zu schlapp und es gibt keine härtere Feder für mich.
Es bliebe das nur, sich eine Feder anfertigen zu lassen.
Da ich nicht weiß, welche Federrate ich brauche geht das nicht.
Es hat sich später als absolut korrekt gezeigt.
Also neu.
Mit ABE für meine ND03 gibt es da nur YSS oder Wilbers.
YSS ist nicht schlecht, aber da gibt es nur eine Federrate und die Feder austauschen ist mehr Aufwand weil ich nicht weiß wo ich die her bekommen kann.
Wilbers hat höhere Kosten, aber da wird das Federbein für mich produziert.
Da gab es dann den 10% Oktoberfestrabatt der mir sagte: Micha jetzt...
Nach der Bestellung bekam ich einen Fragebogen von wegen
Mein Gewicht mit Schutzkleidung ( habe max. 100kg angegeben )
Lebendige Fracht ( DAU
( habe ohne angegeben )
Gepäck auf dem Gepäckträger ( habe 5kg angegeben )
Anteil Gelände ( habe 10% angegeben )
Fahrzeuggewicht ( habe 144kg angegeben )
Abstimmung der Druckstufe Sport Mitte oder Komfort( habe Komfort angegeben )
Zugstufe kann ich selbst einstellen mit 22 Klicks
Es wurde im November geliefert. Hatte aber erstmal keine Zeit, weil ich schöne Vergaser gebaut habe und mich mit bekleben von roten XL-teilen beschäftigt hatte.
pasted-from-clipboard.png
Es wurde von Wilbers eine Feder mit 150N/mm empfohlen und eingebaut
Vor dem Einbau habe ich die nötige Federvorspannung in einer Tabelle berechnet.
Ich wusste, das ich ca. 1700 bis 1800N an Federkraft brauche, damit die Feder mich in Position halten kann.
Daraus konnte ich die erforderlich vorgespannte Federlänge einstellen.
Federbein eingebaut und es hat sich sofort herausgestellt, dass nur 8mm Static SAG vorhanden war.
Die Feder hatte zu wenig Federrate.
Also Feder bei Wilbers nachbestellt
Die hatten die auf Lager und sind sehr schnell mit der Lieferung. Vielen Dank.
War dann immer noch zu weich.
Das Lager an Federn vergrößerte sich...
pasted-from-clipboard.png
Und es eskalierte dann auch sehr schnell...
pasted-from-clipboard.png
Bis ich dann bei einer Feder mit Federrate 200N/mm gelandet bin.
Gefühlt sehr hoch.
Ich wollte zwischendurch immer wieder aufgeben, weil das kann ja alles nicht sein und eine Feder umbauen bedeutet ja.
Hinterrad raus, Schwinge raus, Federbein raus, Feder tauschen, einstellen und wieder rückwärts bis fahrbereit.
Das Folgende ist noch nicht bewiesen. Mache noch irgendwann. Bis dahin markiere ich das als fraglich:
Ein Teilgrund für die hohe Federrate ist dass die Dämpfereinheiten unterschiedliche Eigenfederkraft durch den Gasdruck haben.
Das originale Federbein hat eine eigene konstante Kraft auf der Waage gemessen von 30kg = 300N
Das Wilbers Federbein hat nur 12,5kg = 125N
Das finde ich auch sehr gut so, dass das Wilbers Federbein weniger Einfluss auf die Federkraft hat und die Feder ihren Job machen lässt.
Das bedeutet dass das Wilbers Federbein direkt eine höhere Federrate benötigt.
Da habe ich dann folgende SAG Werte mit einer Federlänge von 177,63mm einstellen können.
Mit der Feder kann ich mit einer Einstellung der Federvorspannung fast meinen gesamten Einsatzbereich abdecken.
Von grenzwertigen 60mm (62mm soll) mit leichter Sommerbekleidung bis genau an der Grenze 72mm voll beladen mit meinen schweren Frühjahrsklamotten.
pasted-from-clipboard.png
Da ich so schwer eigentlich selten fahre über lege ich noch die Federvorspannung um 2 Klicks zu reduzieren.
Mache ich evtl. wenn ich mehr gefahren bin.
Übrigens sitzt die Vorspannmutter zum Einstellen sehr ungünstig tief.
Das ist genau zwischen den Ansaugschläuchen und mit den beigelegten Hakenschlüsseln unmöglich.
Dazu habe ich mir einen Schläger aus dem Motocrossbereich bestellt.
Sieht aus wie ein Schraubendreher mit stumpfer Schlagfläche.
Mit dem schlägt man sich wunderbar die Einstellringe aus Alu kaputt.
Aber es geht nicht anders.