Beiträge von Micha ND03

    Ok. Also ist das Problem bei unseren XL's weit verbreitet.

    Gibt es denn Erfahrungen mit anderen RFVC Moppets mit Einzelvergaser?

    Ob das da nicht passiert?


    Bei mir war 3x starke Ölkohle auf dem rechten Einlassventil. Das Linke war immer sauber.

    Was dann bedeutet, wie im Vergaser-Fred beschrieben es eine gute Idee wäre, das Tupfhebelspiel zu verkleinern, damit der rechte, Sekundär Vergaser öfter offen steht um auch das rechte Einlassventil zu reinigen.


    Versuchsreihe Vergaser

    Angeblich gibt es ja mit Teil und vollsynthetischen Ölen weniger Rußbildung und sie sollen auch Ölkohle besser auflösen.

    Hast du zufällig eins da um den gleichen Test damit zu machen?


    Ich weiß, Sythetiköl ist bei Oldtimern eher verpöhnt, aber wenns verkokungen verhindern kann wärs vielleicht eine Option.

    Das muss ausprobiert werden.

    Vollsynthetisch habe ich vom Auto.

    Teilsynthetisch muss ich schauen, glaube ich aber nicht.

    Kann ich in 2 Wochen mal testen.

    Du schreibst man tritt ins Leere für längere Zeit.


    Bedeutet das, wenn du lange genug (evtl ohne Zündkerze) getreten hast, wird das wieder dicht, weil die klemmenden Ölkohlepertikel raus gedrückt werden?


    Weil bisher hatte ich das 3x in 12 Monaten und jedes Mal den Kopf demontiert und sauber gemacht. Beim 2.und 3. Mal eigentlich keinen Fehler gefunden.

    Du meinst das Ventilführungsspiel, gehe ich mal davon aus!

    Ja, das Ventil wurde nur so weit in den Schaft gesteckt, dass es gerade nicht oben raus schaut. Dann wackelt man daran und kann sehr gut erkennen und vergleichen, wie der Zustand von Ventil und Schaft ist.


    Ansonsten bleibt fast nur, mit anderen Ventilschaftdichtungen zu probieren und hoffen, dass das endlich mal aufhört.

    Noch ein Nachtrag.

    Der Ölruß und die Ölkohle sind in heißem Zustand cremig weich. So wie guter Nougat.

    Denn so was in die Ventile gerät, wird das einfach platt gequetscht und ausgespuckt.


    Kalt aber ist das hart, kristallin. Ein Stück davon zwischen Ventil und seinem Sitz eingeklemmt hält das Ventil offen.


    Damit ist ein Kaltstart mit Kickstarter unmöglich 😪

    Moin, ich war nun beim Motorenabuer und wir haben uns mein Geraffel 1 Stunde lang angeschaut, gemessen und überlegt, wo ein Fehler sein kann.

    Der Profi kann keinen Fehler finden.

    Wir haben auch die Ventile und deren Sitze nur mit dem Finger wieder sauber gewischt, rein gesteckt und mit Vakuum getestet.

    Die Einlassventile sind spitze und die Auslassventile etwas weniger, aber ohne Probleme fahrbar.

    Das Ventilspiel ist bei den Einlassventilen neuwertig und beim Auslass akzeptabel. Auf jeden Fall nichts, was die VSD zersört.

    Habe ihm das Material da gelassen, er will noch einen Dichtetest machen um zu schauen ob er an den VSD was finden kann und ob ob evtl. Öl zwischen den Ventilschäften und dem Aluguss vorbei kommen kann.

    Ansonsten bleibt nur noch für Ihn nach VSD in frisch von einem namhaften Hersteller zu suchen um die zu probieren.

    Warum läßt Du Dir die Ventile nicht beim örtlichen Motorenbauer montieren samt Schaftdichtungen, vielleicht hat der einen guten Lieferanten!

    Das war eigentlich beim Peter Spaniel das Ziel.

    Er wird von euch stark empfohlen.

    Im November 2023 war besprochen und von mir beauftragt, dass er alles komplett fertig macht.

    Dabei hat er mir gesagt, dass er die VSD hat.

    Als er fertig war mit Ventilsitze fräsen stellte sich heraus, dass er die VSD nicht hat.

    Daher hat er mir alles lose geschickt und ich musste mit meinen VSD aus dem Athena-Dichtsatz selbst montieren.

    Möglicherweise war es ein Kommunikationsfehler... wer weiß.


    Habe heute Nachmittag einen Termin bei einem Motorenbauer in der Nähe.

    Mit dem kann ich persönlich sprechen und überlegen, was die Strategie ist.

    Wieder: Am liebsten ist mir eine fertige montierte Arbeit aus einer Hand vom Profi.

    Bezahlen, Kopp aufschrauben, fertig und Ruhe haben.


    Falls die VSD vom Peter nicht verwendet werden, kann ich die immer noch zurück senden.

    Moin Jerry,


    Spiel vom Ventil in der Führung kann ich bei den Einlassventilen nicht festestellen.

    Bei den Auslassventilen, ja.

    Das möchte ich gerne noch mal bei einem lokalen Motorenbauer überprüfen lassen. Hoffe auf einen Termin heute oder morgen.

    Der Kopf war mit den Ventilen in diesem Winter beim Peter Spaniel um die Sitze neu in Kontur fräsen zu lassen.

    Der Peter hätte bestimmt was gesagt, wenn das nicht in Ordung gewesen wäre ?


    Ein mir wenig bekannter Honda-Schrauber ( er liebt 4-Zylinder aus den 70ern ) sagte die VSD´s von Athena sind Schei... ohne genau zu sagen warum.

    Auf jeden Fall habe ich neue Original-Honda-Dichtungen beim anderen Peter bestellt.


    Zu den VSD´s habe ich hoch eine Idee, dazu aber noch nichts ausprobiert.

    Falls die nicht stabil genug sind, kann es passieren, dass durch starken Unterdruck im Schubbetrieb das obere Ende der VSD nach unten innen gesaugt wird und umklappt ?

    Dann dichtet die Zeitweise nicht und das Öl kann aus dem oberen Kopfbereich angesauft werden?

    Schon mal so was gehört ?


    Montage:

    1. Möglichkeit

    Wie wir hier in desem Thread vor einem Jahr schon besprochen haben, gehe ich so vor und das habe ich bisher immer gleich gemacht.

    Tropfen Öl auf den Ventilschaft und die VSD einfach mit dem Daumen aufrücken bis die VSD auf die Nut am Schaft einrastet.

    Dann Öl auf den Ventilschaft und auch in die VSD und das Ventil von unten durch den Ventilschaft und durch die VSD drücken. Macht plöpp und ist drin.

    Die VSD´s von Athena sind innen an der Kontaktfläche rund geformt. Eigentlich wie ein O-Ring.

    Das Ender der Ventilschäfte und die Nut im Selbigen sind allle gefast, also ohne scharfe Kanten, die die VSD zerstören können.

    Bei der Lupenuntersucheung habe ich keinerlei Schaden an den VSD´s nach 300 km gesehen.


    2. Möglichkeit

    Die Montagehülsen für VSD habe ich im Netz gesehen, die waren nie bei den gekauften VSD´s dabei.

    Auch habe ich nach langer Suche keine für 5,5mm Durchmesser gefunden.

    Ich kann mir so was selber herstellen.

    Dann sähe die Reihenfolge anders aus:

    Ventil mit Öl rein. Die Montagehülse auf den Ventilschaft. Öl darauf und die VSD auf die Hülse.

    Um jetzt die VSD auf den Schaft zu drücken brauche ich noch ein Werkzeug, mit dem ich außen auf den Ring der VSD drücken kann.

    Mache ich mir dann auch noch.

    Dann die Montagehülse raus ziehen und sofort die Federn fertig montieren, damit das Ventil nicht mehr raus rutscht.

    Hi, ich habe nun das Problem schon wieder.


    Symptome:

    Moped springt an und ging direkt weider aus.

    Für den nächsten Startversuch war die Kompression schon wieder weg.

    Ventilspiel hat sich verdoppelt.

    Da war für mich klar, das ist weider Ölkohle zwischen Ventil und Ventilsitz.

    Das wars dann wieder...

    ... Kopp muss ab.


    Und wie immer:

    Kolben verkokelt und Ölig

    WhatsApp Bild 2024-04-14 um 17.10.49_a9a5ff67.jpg


    Brennraum verrußt und am rechten Einlassventil ölig

    WhatsApp Bild 2024-04-14 um 17.11.09_ed305267.jpg


    Linkes Einlassventil Ölig, aber sauber, trotzdem beim Dichtetest mit Benzin total undicht.

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    Rechtes Einlassventil mit einem verkokten Berg aus Ölkohle.

    WhatsApp Bild 2024-04-14 um 17.12.36_6c72bf92.jpg


    Die Auslassventile gehen noch. Daher spare ich die Bilder.


    Also was geht hier ab und was kann das sein ?

    Der Kolben mit Ringen ist neu von der Fa. Scheuerlein. Der Zylinder wurde von PS auf den Kolben passend gebohrt und gehont.

    Hier kann ich mir einen Fehler nicht erklären zumal es Zauberei wäre, wie das Öl am rechten Einlassventil gegen die Strömung hoch kommt um sich da verbrennen zu lassen.


    Irgendwie muss das Öl von oben auf das rechte Einlassventil kommen.

    Wahrscheinlich wird es im Schubbetrieb durch den starken Unterdruck durch die Ventilschaftdichtung gesaugt und tropft dann von oben auf den Ventilteller um dann ordentlich zu verkoken.

    Das scheint auch beim linken Einlassventil zu passieren, aber das ist sauber nur etwas ölig.

    Ich vermute, dass das linke Einlassventil dauerhaft durch das Luft-Benzingemisch des Primärvergasers gereinigt wird.

    Beim rechten Einlassventil hingegen wird weniger gereinigt, weil der Sekundärvergaser beim normalen Fahren fast immer geschlossen ist.

    DAU Sebastian, hier ein positiver Nebeneffekt, das Tupfhebelspiel zu verringern um das rechte Einlassventil zu reinigen und zu kühlen.


    Aber der Grund, warum das überhaupt passiert muss wohl an den Ventilschaftdichtungen liegen.

    Bei der ersten Brennraumverkokung habe ich original Honda-Ventilschaftdichtungen montiert, die sich als zu groß erwiesen haben. Evtl. die falschen in der Tüte ?

    Beim zweiten und dritten Mal habe ich Ventilschaftdichtungen von Athena verwendet.

    Die fühlten sich bei der Montage gut an. Und jetzt habe ich die genau untersucht und keinen Fehler oder Schaden gefunden.

    Gibt es von euch Erfahrungen mit den Athena VSD´s?


    Es kann noch einen Grund geben, warum die VSD´s versagen: Zu großes Spiel der Ventile in ihren Führungen.

    Die Ventilschäfter "rühren" dann in der VSD und machen die undicht.

    Aber der Kopp mit seinen Führungen ist rel. neu mit 7000 km.

    Die Ventile sind genau so alt.

    Ein Spiel ist ein wenig bei den Auslassventilen zu fühlen. Bei den Einlassventilen gar nicht.

    Hier die Maße der Außendurchmesser. Rechts sind die von Honda angegebenen Verschleißgrenzen.

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    Man sieht, dass das Auslassventil links unten etwas über der Verschleißgrenze liegt.

    Die Einlassventile, die die größte Verkokung haben sind original Honda und OK.

    Die Auslassventile sind nach 7000 km schon kritisch an der Grenze. Das waren auch keine Originalen, weil es keine von Honda gab.

    Die Innendurchmesser der Ventilschäfte konnte ich nicht messen, weil ich dazu kein Messgerät habe.


    Ich möchte gerne die Ursache dafür wissen und beheben.

    Es macht keinen Spaß, wenn der Micha mal wieder die Pottrunde nicht mit fahren kann, weil er schon weider die Ventile putzen muss.

    Was denkt ihr so darüber?

    Hi, mein Moped ist wieder ausgefallen wegen Ölkohle, die sich zwischen die Ventile gesetzt hat.

    Dazu werde ich in dem passenden Thread noch berichten.


    Mich interessierte, wie die Ölkohle entsteht und da gibt es doch keine bessere Methode mal was zu zündeln....

    ...10W40 Mineralisch sollte fachmännisch erhitzt werden.


    Man stelle an der frischen Luft einen Aluzylinder auf einen Holzklotz und erwärme das Alu mit einem Porpangasbrenner.

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    über ca. 200 Grad beginnt das Öl zu kochen

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    und später kann man das auch anzünden.

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    Wenn man es weiter brät, ich alles Öl verbrannt und bildet die ersten Rückstände.

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    Der Aluklotz hat jetzt über 300 Grad Celsius und das Öl zündet bei Kontakt mit der Flamme sofort.

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    Wenn man das lange genug macht, bekommt man die Ölige Rußschicht und die Ölkohle.

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    Da der Aluklotz noch heiß ist, fühlt sich die Ölkohle sehr weich an.

    Ich muss nun noch schauen, ob sie im kalten Zusatnd hart und kristallin ist.


    Auf jeden Fall muss zur Erzegung einer dicken Ölkohleschicht eine Menge Öl verbrannt werden.

    Das ist nicht mal eben mit ein wenig Ölschwitzen getan.

    Gestern habe ich eine Tour für 100km gefahren.

    Mit den Einstellungen wie im letzten Post.

    Da waren die Gemischwerte sehr schön.

    Über alle Bereiche bei AFR 12,2-12,6

    Aber mit dem mageren Standgas.


    Damit startet der Motor kalt sehr willig wollte dann aber nicht weiter laufen, selbst mit vollem Choke nicht.

    Da half nur Standgas hoch drehen.
    Dann habe die Fuhre so abgestellt.

    LLL-Schraube (LeerLaufLuft ) stand auf 2,25 Umdrehungen raus.


    Heute habe ich nur die LLL-Schraube auf 1,25 Umdrehungen raus eingestellt.

    War beim Kaltstart schon besser, ging aber mit vollem Choke wieder aus.

    Dann LLL-Schraube auf 1 Umdrehung raus und läuft mit vollem Choke und Standgas nur ca. 1/4 Umdrehung höher gedreht. Drehzahl war unter Choke bei 1500 U/Min.

    Dann so die Standard-Testfahrt gemacht.


    Es fällt auf, dass das gesamte Gemisch jetzt über alle Drehzahl und Gastellungsbereiche immer auf "R" = AFR 12,1 oder fetter bleibt.

    Nur, weil ich an der LLL-Schraube gedreht habe???

    Hätte jetzt nicht gedacht, dass das LL-Gemisch einfluss bis Vollgas hat.=O


    Nach dem ich den Choke nicht mehr brauchte ( bei 60 Grad Öltemperatur ) habe ich das Standgas auf 1300 U/min gestellt und danach nicht mehr angefasst.

    Die LLL-Schraube auf 1 Umdrehung raus gelassen.

    Für den Fahrbetrieb erhöht sich die Leerlaufdrehzahl ohne was zu verstellen.

    60 Grad = 1300 U/min

    80 Grad = 1450 U/min

    95 Grad = 1520 U/min

    100 Grad = 1420 U/min


    Eine LL-Drehzahl von 1200 (nach Choke) - 1400 ( heiß ) U/min wäre akzeptabel, wenn der Motor dabei nie ausgeht und immer anspringt.

    Daher will ich beim nächsten Test das Standgas auf 1200 U/min nach Choke = ca. 60 Grad Öltemperatur einstellen.

    Dann schauen ob man es schafft nicht mehr an den 2 Stellschrauben rum zu drehen.

    Mahlzeit,

    ich habe jetzt alles abgemagert.

    Schwimmerstand um 1mm abgesenkt, alle Düsen um eine Stufe kleiner.

    Jetzt kann man wenigstens hin und wieder Werte sehen, die nicht überfettet sind.

    pasted-from-clipboard.png

    Kurze Erklärung:

    Das AFR-Gerät geht bei AFR 12,1 auf die Anzeige R = RICH. Daher hebe ich bei der Anzeige 12 eingetragen.

    12 Kann also AFR 12 oder daruter sein.

    In Grün habe ich markiert, was ich verändert habe zum Honda -Standard.


    Kleinere Hauptdüsen werde ich erstmal nicht testen weil ich das bei Vollgas gerne so haben möchte, zumal ich die gar nicht habe und erst besorgen muss.

    Kleine LL-Düse habe ich im anderen Vergaser getestet, muss ich später überlegen ob es Sinnm macht, die kleiner zu fahren.

    Nadelhöhe werde ich noch machen.

    Vorher werde ich aber den Schwimmerstend nochmal um 1mm absenken. Einstellung auf 20mm.

    Diesen Wert habe ich hin und wieder bei unseren Vergasern gesehen. Wobei ich natürlich nicht weiß, ob der Stand bewußt so eingestellt war.

    Mal sehen, was bei dem Schwimmerstand passiert...


    Dann noch die Werte des Gemisches im Leerlauf.

    Je heißer der Motor wird, desto fetter der Leerlauf.

    Wenn der LL fetter wird, steigt die Drehzahl.

    Hätte ich nicht dauernd nachgestellt wäre der LL bei mind. 2000 U/min gelandet.

    Wenn man stehen bleibt und zu lange das LL-Gemisch beobachet, wird das Gemisch immer fetter bis es eh auf "R" geht.

    Fährt man nun ein wenig, Zeigt das Messgerät wieder an.

    Das Ganze bedeutet, dass wohl das Benzin heiß wird, schneller verdampft und das Gemisch anreichert.

    Also brauchen wir eine Vergaserkühlung ?=O

    Dirk ich habe jetzt einen intakten Motor wo die ältenseten Teile 10tkm gelaufen sind.

    Das meiste ist neu.

    Und trotzdem habe ich das Problem.

    Unterschiedliche Vergaser haben das mal verbessert und andere verschlechtert.

    Aber ganz weg ist das Problem nie gewesen.

    Ich denke, wir bewegen uns immer noch im Bereich des Vergasers, im speziellen im Leerlaufsystem.